Sind Sie Unternehmer oder Unterlasser?
Beweger oder Bewahrer?
Sehen Sie Möglichkeiten oder Gefahren?
Herausforderungen oder Probleme?
Denken Sie:
Wie könnte es gehen?
Oder eher: Warum könnte es scheitern?
Wer einen Betrieb oder ein Unternehmen führt oder leitender Mitarbeiter ist, muss sich diesen Fragen stellen.
Auch biblische Personen sind Unternehmer, die sich diese Fragen stellten. Zum Beispiel Abraham: Durch Gottes Segen und seinen Handel mit Vieh, Gold und Silber wurde er sehr reich. Seinem Neffen Lot überließ er die Wahl, als es darum ging, zwischen zwei großen Weidegebieten zu entscheiden. Lot wählte den fruchtbareren Landstrich. Das störte Abraham nicht und das scheinbar weniger ertragreiche Gelände wurde ihm zum Segen. Nicht nur sein Reichtum wuchs, sondern auch sein Glaube und seine Beziehung zu Gott.
Boas war in der Landwirtschaft tätig. Er bewies, dass Arbeit nicht vom Glauben getrennt werden muss: beides kann in Einklang miteinander stehen. Er war nicht nur aktiv in den täglichen Angelegenheiten seines Geschäfts, sondern hatte auch ein Herz für finanziell benachteiligte Menschen und gab ihnen die Möglichkeit bei der Ernte für sich selbst zu sammeln. Aus seinem Überfluss gab er gerne ab.
Lydia kam zu Wohlstand im Handel mit violetten Stoffen. Als Paulus und Silas aus dem Gefängnis befreit wurden, nahm sie die beiden auf: Gastfreundschaft war für Lydia selbstverständlich.
Simon Petrus betrieb mit seinem Bruder Andreas eine kleine Fischerei. Als Jesus ihnen begegnete, ließen sie alles stehen und liegen und folgten ihm. Gott sprach zu diesen Unternehmern und in diesem Moment war ihnen konsequente Nachfolge wichtiger als das Geschäft.
Paulus war von Beruf Zeltmacher. Das hatte den Vorteil, dass er auf seinen Missionsreisen nicht finanziell unterstützt werden musste, sondern für sich selbst sorgte. Gottes Angelegenheit stand über seinem Beruf. Auf diese Weise gründete er viele christliche Gemeinden.
Falls Sie als Christ Unternehmer oder in führender Position sind: setzen Sie die Prioritäten richtig. Lassen Sie nichts wichtiger werden als Gott. Und über dem betrieblichen Erfolg finanziell benachteiligte Menschen nicht vergessen. Letztendlich: die christlichen Werte nicht über Bord werfen, wenn es drauf ankommt.
Bleiben Sie gesund und behütet.
Pastor Burkhard Heupel
Emmaus-Gemeinde